Direct Manufacturing Research Center (DMRC)

Direct Manufacturing Research Center (DMRC)

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat am 25. November 2011 das Forschungsinstitut "Direct Manufacturing Research Center" (DMRC), ein Forschungsverbund aus Industrie und Wissenschaft, der Uni Paderborn als neuen Ort des Fortschritts ausgezeichnet. Mit den sogenannten Orten des Fortschritts zeichnet das Wissenschaftsministerium Institutionen, Firmen, Projekte oder Initiativen aus, die "Pioniere des Wandels" auf ihrem Gebiet sind und zu einem Fortschritt Nordrhein-Westfalens maßgebend beitragen. So auch das DMRC.
 
Werkstücke einzeln nach Bedarf fertigen
Am DMRC entwickelt ein Forschungsteam aus Wissenschaftlern und industriellen Partnern die additiven Fertigungsverfahren zu echten Produktionsverfahren weiter. Was bedeutet das im Konkreten? In der Regel werden Bauteile am Computer konstruiert und dann anhand von Zeichnungen oder CAD-Dateien in mechanisch abtragenden Verfahren hergestellt. Am DMRC werden die materialaufbauenden Verfahren, sogenannte Additive Verfahren - weiterentwickelt, aus diesen entstehen schichtweise Bauteile, die nicht nur als Anschauungsmuster, sondern auch als Endprodukte eingesetzt werden können. Ein Beispiel: Eine Maschine oder auch ein Mensch benötigt ein bestimmtes Bauteil, welches in der gewünschten Form nicht (oder nicht mehr) verfügbar ist. Dieses kann ein Ersatzteil sein, aber auch eine künstliche Hüftpfanne. Daraufhin erstellt ein Konstrukteur das benötigte Bauteil anforderungsgerecht am PC und übergibt den Datensatz an eine Maschine, die aus Kunststoff oder Metall, strangförmig oder in Pulverform, das gewünschte Bauteil Schicht für Schicht aufbaut. Durch diesen schichtweisen Aufbau entsteht ein individuelles, komplexes Bauteil oder auch Werkzeug, welches auch als Serienprodukt seinen Einsatz findet. Das DMRC trägt mit seiner Forschung zusammen mit den beteiligten Industrieunternehmen dazu bei, dass die gewünschten Eigenschaften erreicht werden und diese Bauteile einsatztauglich sind. Mit Hilfe dieser aufbauenden Verfahren kann man eine hohe Flexibilität und Komplexität erreichen, ebenso werden – wenn das Verfahren richtig angewendet wird – keine Werkzeuge benötigt. Damit werden Ressourcen geschont, da nur das Material verbaut wird, welches sich auch im späteren Bauteil befindet. Das DMRC trägt durch die übergreifende Material-, Prozess- und Verfahrensentwicklung dieses neuen innnovativen Verfahrens auch zu einer nachhaltigen Ressourcenschonung bei. Deswegen ist das Forschungsinstitut an der Universität Paderborn ein Ort des Fortschritts.
 
Weitere Informationen finden Sie in dieser Pressemitteilung.
Pohlweg 95
33098
Paderborn
Telefon: 
05251/ 60-2404
E-Mail: 
hans-joachim.schmid@upb.de

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